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Das Sauerland und seine Geschichte – Es war einmal....


Die frühesten Spuren einer Besiedlung des Sauerlandes wurden in Kalkhöhlen entdeckt. Es gibt Werkzeugfunde aus der Steinzeit, deren Alter auf mehr als 50000 Jahre datiert wird. Erste Wallburganlagen sind in der Eisenzeit entstanden. Die Römer nahmen nur kurzen Einfluss auf die Gegend, von etwa 12 vor Chr. bis zu Varus' verlorener Schlacht im Teutoburger Wald gegen 9 nach Chr. . Unmittelbar hiernach zogen die römischen Legionen sich zum westlichen Ufer des Rheins zurück.

Nach Beendigung der römischen Vorherrschaft wurde das Sauerland nach und nach von den aus dem Westen einrückenden Franken in Besitz genommen. Aus dem Osten hingegen drangen die Sachsen ein. Die beiden Mächte stießen im Rothaargebirge aufeinander. Es kam zu langanhaltenden Kämpfen die erst durch Karl den Großen entschieden werden konnten, als dieser im Jahre 772 mit seinen Mannen die Eresburg (heutiger Obermarsberg) stürmte und den Sachsen die Festung entriss. Dort soll angeblich das Heiligtum der heidnischen Sachsen gestanden haben, die sogenannte Irminsul. Karl der Große ließ die Sachsen in Massen taufen und konnte seine Macht dadurch über den kriegerischen Sieg hinaus weiter festigen.

Unter fortan fränkischer Verwaltung entstanden Reichshöfe, Klöster und Grafschaften. Im 9. Jhd. verfiel das fränkische Reich zusehends. Die graftschäftlichen Grundherren wollten ihre Unabhängigkeit erlangen. Insbesondere dem Grafenhaus Werl gelang die Übernahme großer Ländereien aus ehemals sächsischem Besitz.
Nachdem es 1060 den ursprünglichen Stammsitz aufgab und auf die Arnsberger Burg verlegte, kam es zu einem entsprechenden Namenswechsel. Hauptgegenspieler der frischgeborenen Arnsberger Grafschaft war das Kölner Erzbistum, die schon vorher enorme Besitztümer im Sauerland ihr eigen nennen konnten. Über mehrere Jahrhunderte lagen beide Seiten miteinander im Disput. Schließlich musste 1368 der letzte Graf der Arnsberger Gottfried IV, der kinderlos geblieben war, den gesamten Besitz der Grafschaft für 130000 Gulden an das Bistum verkaufen. Fortan verfügte das Kölner Erzbistum über den Großteil des Sauerlandes. Man versuchte den Besitz weiter auszubauen, scheiterte dabei jedoch regelmäßig an den märkischen Grafen. Als Teil des Herzogtums Westfalen teilte man das Sauerland beim Wiener Kongress im Jahre 1815 schließlich dem Königreich Preußen zu.

Die ursprünglichen Grenzen zwischen dem märkischen und dem kurkölner Gebiet markieren heute die Trennlinie zwischen Hochsauerland und Märkischem Kreis. Beide Regionen haben sehr unterschiedliche Entwicklungsgeschichten: Das märkische Sauerland verfügte bereits seit dem 11. Jahrhundert über Verfahren zur Eisengewinnung und- verarbeitung. Nach 1450 wurde Wasserkraft im Rahmen des Schmiedehandwerks angewandt. Die wirtschaftlichen Fortschritte brachten großen Wohlstand mit sich. Das kurkölnische Sauerland hat die Entwicklung einer solchen Frühindustrie nicht gekannt. Hier sind bis heute Kreuzwege, Kapellen, etc. als stille Zeugen für den Einfluss des Kölner Erzbistums zurückgeblieben. Dafür hat sich diese Gegend viel früher dem Tourismus geöffnet als der märkische Bereich. Wer gerne wandert, sollte es sich nicht entgehen lassen, das wunderbare Fachwerk in den kleinen Bergdörfern zu bestaunen. Zahlreiche Inschriften der Giebelbalken erzählen hier von vergangenen, mühseligen Zeiten.

S.(0-50)                                                                                            zurück zur Übersicht




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