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Anröchte im SauerlandDie nordrhein-westfälische Gemeinde Anröchte erstreckt sich am Nordhang des Haarstranges, einem Höhenzug zwischen dem Sauerland und Hellweg.Zu welchem Zeitpunkt jenes Gebiet besiedelt wurde, ist bis heute unklar, jedoch wird auf Grund von Funden vermutet, dass Anröchte als fränkische Siedlung gegründet wurde. Auch das Jahr, in welchem die Ortschaft urkundlich das erste Mal Erwähnung fand, kann nicht genau datiert werden, da in mehreren historischen Urkunden verschiedene Schreibweisen auftauchen wie Ananroth oder Anrochte, allerdings nicht sichergestellt werden kann, dass es sich hierbei immer oder teilweise zweifelsfrei um das heutige Anröchte handelt. Erst eine Urkunde von 1513 weist den genauen Ortsnamen „Anröchte“ aus. Die Gemeinde Anröchte besteht seit 1975 durch die Vereinigung ehemals eigenständiger Kommunen und nimmt derzeit eine Fläche von rund 74 km² ein. Die zum Regierungsbezirk Arnsberg und zum Kreis Soest gehörende Gemeinde umfasst die zehn Ortsteile Anröchte, Altengeseke, Effeln, Mellrich, Berge, Klieve, Altenmellrich, Uelde, Robringhausen und Waltringhausen, in denen insgesamt knapp 11.500 Menschen leben. Anröchte ist weithin bekannt für seinen Grünsandstein, der zu früheren Zeiten beim Bau von Kirchen und Kapellen vorrangig Verwendung fand, inzwischen jedoch auch für die Produktion von Fliesen, Treppen, Mauersteinen, Sockelleisten oder Fassadenplatten genutzt wird. Neben den Steinbrüchen und der Steinindustrie prägt ferner die Landwirtschaft jene charmante Region mit den historischen Backstein-, Bruchstein- und Fachwerkbauten. Darüber hinaus spielen weitere Wirtschaftszweige wie die Holzverarbeitung, der Maschinenbau oder der Fremdenverkehr mit einer Reihe Hotels, Ferienhäusern, Pensionen, Gästehäusern, Ferienwohnungen, Privatzimmern und gastronomischen Einrichtungen in Anröchte und Umgebung eine Rolle. Der Grünsandstein wird bereits seit Beginn des 12. Jahrhunderts in diesem Gebiet gebrochen und verarbeitet, unter anderem beim Bau der Pfarrkirche St. Pankratius in Anröchte, deren älteste Bestandteile zwischen 1180 und 1230 errichtet wurden. Der aus dieser Epoche stammende, imposante Kirchturm dominiert das reizvolle Ortsbild. Die Anröchter Pfarrkirche wurde 1895 erweitert und Ende der 90er Jahren grundlegend restauriert. Sehenswert ist zudem das Pfarrhaus von 1715 mit Fachwerkfassade. Die 1756 geweihte Pfarrkirche St. Nikolaus im Ortsteil Altengeseke besticht mit einem Mix verschiedener Stile - außer dem romanischen Turm und einem barocken Kirchenschiff findet sich hier ein Altarraum im Stile des Rokoko - und einer prächtigen Ausstattung. Reich geschmückt ist ebenfalls die Pfarrkirche St. Maria-Magdalena in Effeln mit einem Turm aus dem 13. Jahrhundert. In Berge befinden sich die Pfarrkirche St. Michael aus dem 18. Jahrhundert im Stil der Renaissance sowie ein Pfarrhaus mit Garten und Backhaus von um 1850, welches jährlich zum gemeinschaftlichen Brotbacken einlädt. Überdies bietet der Ortsteil Mellrich mit der Pfarrkirche St. Alexander und dem Schloss Eggeringhausen zwei Anziehungspunkte. Das Hauptgebäude des Anwesens ist derzeit bewohnt und daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, in den Nebengebäuden ist unter anderem ein exklusives Einrichtungsgeschäft untergebracht. Der Schlosspark kann nach Absprache mit den Besitzern besichtigt werden und zudem finden auf dem Areal diverse Konzerte, Festivals und Ausstellungen sowie die traditionelle Nepomuk-Prozession im Frühjahr statt. Für Veranstaltungen unterschiedlichster Art dient außerdem das Anröchter Bürgerhaus, für Kurzweil sorgen weiterhin das Waldfreibad Anröchte mit Wasserrutsche und weitläufiger Liegewiese sowie Tennisplätze und eine Reithalle. |





